Kustodie | Kunstsammlung der Universität Leipzig

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Kustodie erhält Förderung für Fürstenhaus-Projekt

Fragmente des Fürstenhaus-Erkers werden restauriert, eine Präsentation am historischen Standort ist geplant

Die Fragmente der beiden Renaissance-Erker des im Krieg zerstörten Fürstenhauses sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren restauriert und in Art eines Lapidariums im Gebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig präsentiert werden. Damit werden sie nach etwa 80 Jahren auf das ehemalige Grundstück des Fürstenhauses zurückkehren. Das Projekt „Fürstenhaus-Erker“ der Kustodie wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig gefördert.

Das Fürstenhaus an der Ecke der Grimmaischen Straße/Universitätsstraße galt als eines der wichtigsten Renaissance-Gebäude Mitteldeutschlands. Seinen Namen verdankt es der Tatsache, dass 1612 vier Altenburger Prinzen, Söhne Friedrich Wilhelms I. von Sachsen-Weimar und künftige Herzöge des frisch begründeten Herzogtums Sachsen-Altenburg, während ihres Studiums hier logierten. Errichtet hatte es 1558 der Baumeister Paul Widemann, der auch am Alten Rathaus in Leipzig beteiligt war. Den auffälligsten Schmuck des Hauses bildeten die beiden Runderker aus Rochlitzer Porphyr an der Nordost- und Nordwestecke. Sie zeigten Wappen und Profilbildnisse, gerahmt durch feinste Renaissanceornamentik.

Ausstellung mit Katalog in Vorbereitung

Ausstellung und Publikation
"Max Klinger und die Universität Leipzig. Das verlorene Aulawandbild im Kontext"

Neue Ausstellungsdaten: 15. Oktober 2021 bis 22. Januar 2022

Im Jahr 1909 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500jährigen Jubiläum der Leipziger Universität Max Klingers Aulawandbild „Die Blüte Griechenlands“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Auftrag für das Gemälde war dem Künstler 1896 im Zusammenhang mit den von Arwed Rossbach geleiteten Um- und Neubauten der Universität am Augustusplatz von der Sächsischen Staatsregierung übertragen worden. Wie so viele historische Raumausstattungen verbrannte das 6 x 20 Meter große Leinwandbild im Zweiten Weltkrieg und verschwand aus dem kulturellen Gedächtnis. Mit der Ausstellung sollen Künstler und Gemälde neu betrachtet und eingeordnet werden.

Das Gemälde beruft sich auf ein antikes Bildungsideal, dessen Inszenierung in der Universitätsaula nur allzu passend erschien. Zu sehen sind mehrere Figurengruppen der griechischen Geschichte und Mythologie - platziert vor dem Hintergrund einer abwechslungsreichen, pastellfarbenen Landschaft. Etwas losgelöst vom Geschehen posiert Aphrodite ganz links am Bildrand. Daneben befindet sich Homer, der zu einer vor ihm im Gras sitzenden Menschengruppe spricht. Am äußeren rechten Rand betritt Alexander der Große die Szene. Dazwischen tummeln sich Philosophen und Dichter, Jungfrauen, Jünglinge und Musen. Wie bei vielen Werken Klingers lässt auch dieses Gemälde keine eindeutige Bildaussage zu, sondern es lädt ein zu vielfältigen Deutungen und Assoziationen.

Die Publikation, die als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung erscheint, stellt das Wandbild im Kontext der künstlerischen Ausstattung der Bauten Rossbachs vor. Verschiedene Aufsätze beleuchten den Entstehungsprozess des Werkes, den Einfluss der Universität auf dessen inhaltliche und gestalterische Konzeption sowie die Rolle der Altertumswissenschaften zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zugleich werden Klingers vielfältige Beziehungen zur Universität und zu einzelnen Professoren wie Karl Lamprecht, August Schmarsow, Franz Studniczka oder Wilhelm Wundt aufgezeigt.

Der Ausstellungskatalog erscheint im Sommer im Passage Verlag, kann aber schon vorab bestellt werden:

Schließung bis auf Weiteres verlängert

Unsere Ausstellungsräume  - das Paulinum (Aula und Universitätskirche St. Pauli), die Galerie im Neuen Augusteum und die Kunstsammlung im Rektoratsgebäude bleiben weiterhin geschlossen.

Informationen über die neuesten Entwicklungen zu SARS-CoV-2 finden Sie auf der zentralen Seite zum Coronavirus.

Publikation und digitale Angebote

Wer die Ausstellung "Von der Schönheit und den Leiden der Pferde" wegen der Corona-Schließung nicht sehen konnte, kann das immer noch als Lektüre gemütlich zu Hause nachholen und sich im Ausstellungskatalog über alle gezeigten Objekte informieren: Die mit zahlreichen farbigen Abbildungen auf 256 Seiten versehene Publikation ist über den Verlag wbg Theiss zu beziehen. Sie enthält spannendes Wissen zur Geschichte der Veterinärmedizin und zur gemeinsamen Geschichte von Pferd und Mensch. Einen Einblick in das Inhaltsverzeichnis und Geleitwort finden Sie hier. Bestellnummer über den Verlag: 1024396; ISBN: 978-3-8062-4118-1

Da die Ausstellung leider nur wenige Wochen geöffnet werden konnte, möchten wir die Informationen auch über einen Dokumentationsfilm anbieten. Dieser wird demnächst auf unserer Webseite und auf Youtube abrufbar sein. Auch der Audiorundgang ist weiterhin verfügbar. Link zum Audioguide

Ausstellungsarchiv "Von der Schönheit und den Leiden der Pferde"

Neuerscheinung - Kleiner Kunstführer zum Paulinum

Zum Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli - ist in der Reihe "Kleine Kunstführer" der Verlagsgruppe Schnell und Steiner eine Publikation erschienen. Das Heft liefert in knapper, ansprechender Form auf 38 Seiten mit 35 Abbildungen die wichtigsten Fakten zur Geschichte der Universitätskirche St. Pauli, zur Architektur und Ausstattung des Neubaus Paulinum sowie zu den Kunstwerken im Andachtsraum (Paulineraltar und Epitaphien). Durch das handliche Format (13,5 x 19 cm) ist der Kunstführer ein idealer Begleiter bei der Besichtigung des einzigartigen Bauwerks. Die zahlreichen Abbildungen und informativen Texte vermitteln das Thema sehr anschaulich. Der Kunstführer ist während der Besichtigungszeiten im Paulinum oder über den Verlag erhältlich. Bestellung über Schnell und Steiner

Auszeichnung des Epitaph-Projekts

Top-Auszeichnung für Restaurierung der Epitaphien: Europäischer Kulturerbepreis/Europa Nostra Award

Die Epitaphien im Leipziger Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli - wurden im Jahr 2020 mit dem Europäischen Kulturerbepreis/Europa-Nostra-Preis in der Kategorie Erhaltung geehrt. Der Preis gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für das Kulturerbe und würdigt herausragende Beispiele für dessen Pflege. Die Grabmonumente waren 1968 kurz vor der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli gerettet worden. Unter der Regie der Kustodie der Universität Leipzig wurden 27 Epitaphien von 2002 bis 2017 aufwändig restauriert. Weitere Informationen unter europeanheritageawards.eu/winners


letzte Änderung: 18.05.2021 

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