Ausstellungsarchiv  

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Ausstellungen 2014: Face to Face - Menschenbilder im Dialog

Face to Face – Menschenbilder im Dialog

Eine Ausstellung der Kustodie und des Instituts für Förderpädagogik der Universität Leipzig

9. Mai bis 12. Juli 2014

Im Sinne des integrativen Grundgedankens wird ein Begegnungsraum geschaffen, in dem Künstler_innen mit und ohne Assistenzbedarf aufeinander treffen und künstlerische Dialoge eingehen können. Thematisch geht es um eine Auseinandersetzung mit dem Bild vom Menschen, die Begegnung mit dem Anderen und mit dem Selbst. Porträts, Selbstporträts oder Spiegelbilder – teilweise gegenständlich, teilweise abstrahiert – kommunizieren in der Ausstellung miteinander und mit dem Betrachter.

Den Kern der Ausstellung bilden die Exponate der Wanderausstellung „Face to Face", die durch die "association Eg’Art – For an equal access to Art" organisiert wurde. Diese Wanderausstellung präsentiert 14 Kunstwerke von Künstler_innen mit Assistenzbedarf aufgrund einer kognitiven Behinderung oder psychischen Erkrankung aus sechs europäischen Ländern. Die Ausstellung wird als ein länderübergreifendes Event von Juni 2013 bis November 2014 in sieben Ländern Europas gezeigt (Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Deutschland, Estland, Belgien). Das Projekt „Art for All" hat zum Ziel, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Behinderungserfahrungen und psychischen Erkrankungen einen gleichberechtigten Zugang zu Kunsterziehung, zum Kunstmarkt und allgemein zum kulturellen Geschehen zu ermöglichen (http://www.art-for-all.eu/).

Die Wanderausstellung wird in unserer Leipziger Ausstellung ergänzt durch zusätzliche Einreichungen aus dem Wettbewerb sowie durch zeitgenössische Positionen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Simone Haeckel - Kinderportraits

Die Beiträge des Kunstvereins Scotty Enterprises (http://www.scotty-enterprises.de/) antworten auf die Kunstwerke der Wanderausstellung und stehen für einen interdisziplinären Umgang mit dem Thema. Der Rekurs auf die legendäre science fiction-Serie „Raumschiff Enterprise" im Namen ist bewusst gewählt, denn es geht durchaus um Fiktionen in und mit der Kunst – und um die Erforschung von Möglichkeiten zur Realisierung derselben. Von der Besatzung des Kunst-Raumschiffs sind neun Künstler_innen mit an Bord; mit Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Film und Video ist ein weites Spektrum an künstlerischen Medien vertreten.

Das internationale Projekt "The Art of Inclusion" (bareface.jimdo.com) nimmt den Titel "Face to Face - Menschenbilder im Dialog" besonders wörtlich. Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft werden von der Künstlerin kontaktiert und eingeladen, gemeinsam mit ihr der Inklusion einen Schritt entgegen zu gehen. Ein Blatt Aquarellpapier wird zum Ort der Begegnung, zwei Bilder werden ein gemeinsames Kunstwerk. Angela Merkel, Udo Lindenberg, Jogi Löw und ca. 90 weitere Personen des öffentlichen Lebens haben bereits teilgenommen. Die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen, wovon die Gesellschaft noch weit entfernt ist: Toleranz, Akzeptanz und Inklusion autistischer Menschen ist keine Illusion. Kunst ist in der Lage, Inklusion auf allen Ebenen unmittelbar sichtbar zu machen. (Siehe auch www.cloud-burst.tv.)

Paule Hammer, Strandläufer

Multiple Autorenschaft spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei weiteren Exponaten, die die Weißcube Galerie, kuratiert von Enrico Meyer, beisteuert (https://de-de.facebook.com/weisscube). Es wurden Kooperationen zwischen jeweils zwei Künstler_innen geschaffen, die teilweise in doppelter Autorenschaft arbeiten: Sie tauschten im Vorfeld je eine vorhandene Arbeit aus, hatten dann vier Wochen Zeit, sich damit zu beschäftigen und reagieren mit einer neuen Arbeit auf das Werk des jeweils Anderen.

So entsteht ein stimmiges Ensemble zeitgenössischer Positionen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur/Objekte, Installation und Medienkunst. Ein Begleitpro­gramm zur Ausstellung bietet ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot mit integrativen Projekten für Schulen und Vereine für ein gemeinsames Arbeiten in den Bereichen Malerei, plastisches Gestalten und Collage.

Für die Förderung und Kooperation bedanken wir uns bei der Landesdirektion Sachsen sowie beim Diakonischen Werk, speziell bei der Diakonie am Thonberg.

Gerd Kalies, Kopf in Hand gestützt, 1984

Begleitprogramm zur Ausstellung

Führungen

jeden Mittwoch 15 Uhr

10. Mai, Sonnabend, Museumsnacht Halle und Leipzig, 19, 21 und 22 Uhr
27. Juni, Freitag, Lange Nacht der Wissenschaften, 19 und 21 Uhr
28. Juni, Sonnabend, 11 und 13 Uhr

Veranstaltungen

10. Mai, Museumsnacht, 20.30 Uhr Performance der Künstlerin Gee Vero

27. Juni, Lange Nacht der Wissenschaften, 18-24 Uhr 
Mit einer starken Sehbeeinträchtigung, im Rollstuhl oder als Achtzigjähriger eine Ausstellung besichtigen- wie fühlt sich das an? Erleben Sie einmal die Ausstellung aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungserfahrung: Wir laden ein zum Austausch von Erfahrungen.


Kunstpädagogisches Angebot zur Ausstellung "Face to Face - Menschenbilder im Dialog"


Begleitend zur Ausstellung haben wir ein umfassendes Programm mit integrativen Projekten für Schulen und Vereine erarbeitet, um ein gemeinsames Arbeiten in den Bereichen Malerei, plastisches Gestalten und Collage zu ermöglichen.


10. Mai, 18-22 Uhr im Rahmen der Museumsnacht Leipzig und Halle
VERlLOCKlUNGlNÄHEN

Ein kunstpädagogisches Angebot im Rahmen der aktuellen Ausstellung „face to face" und der Museumsnacht zum Thema „Lockstoff": Jeder für sich oder doch von Angesicht zu Angesicht miteinander vernähen, was zusammengehört und der Verlockung der verschiedenen Stoffe nicht widerstehen.


16. Mai, 11-13 Uhr
PORTRAITS TREFFEN COLLAGEN

Die Absicht eines Portraits ist es, neben der Darstellung körperlicher Ähnlichkeit auch das Wesen bzw. die Persönlichkeit der portraitierten Person zum Ausdruck zu bringen. Aber was tun, wenn einem nur Leim und verschiedene Materialien bleiben um das Wesen bzw. die Persönlichkeit zusammenzuführen?


30. Mai, 11-13 Uhr
PORTRAITS IN TON – plastische Gestalten!

Ganz individuelle Charakterköpfe entstehen und erobern den Raum.


13. Juni, 11-13 Uhr
KÖRPERBILDER – so bin ich!

Ein Körperbild wird zur Grundlage für ein Selbstbildnis. Durch innere Bilder, Vorstellungen, Bewegungen, Tasten, Berühren und das Erleben, entstehen weitere Bilder, welche das Körperbild gestalten werden.


27. Juni, 11-13 Uhr
MALEREI VON ANGESICHT ZU ANGESICHT

Malerei ist das Festhalten von Gedanken des Malers. Verorten wir unsere Gedanken zum Thema „Menschenbilder im Dialog" und geben ihnen einen Ursprung!


27. Juni, 20-22 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften
UMlSELBSTlGESTALTlUNG

Gestalten nach dem Prinzip „Sehende Hand und tastendes Auge". Die Idee ist, dass das Sinnesorgan Tasten sensibilisiert wird und statt des Sehens die Führung über den Stift übernimmt. Die Teilnehmer arbeiten mit geschlossenen Augen und sehen nicht, wie sie sich zeichnen.

Anmeldung:

Nicole Kwiatkowski
kustodie(at)uni-leipzig.de

Face to Face - Menschenbilder im Dialog

Eine Ausstellung der Kustodie und des Instituts für Förderpädagogik der Universität Leipzig 

Galerie im Neuen Augusteum
Augustusplatz 10 · 04109 Leipzig

9. Mai bis 12. Juli 2014
Vernissage: 8. Mai 2014, 18 Uhr

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11-18 Uhr, Mittwoch Abendöffnung bis 20 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Montag, Sonntag und an Feiertagen geschlossen


letzte Änderung: 10.04.2018 

Kontakt

Galerie im Neuen Augusteum
Augustusplatz 10
04109 Leipzig

Telefon +49 341 97-30170
Telefax +49 341-97 30179
E-Mail

barrierefrei zugänglich

Öffnungszeiten

Wechselausstellungen im Sommer- und Wintersemester, in den Semesterferien geschlossen

Öffnungszeiten während der Laufzeit der Ausstellungen

Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Eintrittspreise

Freier Eintritt für Studierende und Mitarbeiter der Universität Leipzig

Gäste: 2,50 EUR
Ermäßigt: 1,50 EUR

Förderer

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